Saison 2019 in Hooksiel

Das Winterlager ist nun beendet und „ZITA“ hat den Winter im Wasser sehr gut überstanden. Alle Leinen sind gut in Schuss und vor allem : Es war keine Feuchtigkeit und somit auch kein Schimmel an Bord.

Besonders erfolgreich war die Erhaltungsladung meiner Batterien mit dem neu installierten Solarpanel, die Batterien waren voll geladen, als ich am 30. Mai auf dem Boot war. Super ! Kann ich nur empfehlen, nie wieder fürs Winterlager Batterien ausbauen und schleppen.

Der Schmutz an Deck war mit der Wurzelbürste und viel Wasser schnell beseitigt und das Deck erstrahlt nach der Behandlung mit UV-Schutzwachs von „Rot-Weiß“ wieder wie neu.

Der Diesel ist sofort angesprungen und hat den Frostschutz ordentlich ausgespuckt und wurde danach nochmal ordentlich mit Süßwasser durchgespült, da freut sich der Motor und der Skipper.

Die Elektrik und Navigationselektronik gecheckt : Alles im Grünen Bereich.

Fazit : Das Boot bleibt im nächsten Winter über wieder im Wasser und wird nur für das Aufbringen eines neuen Antifoulings für ein paar Tage auf Land gestellt. Schließlich ist ein Boot fürs Wasser gebaut und nicht für den Lagerbock an Land.

Winterlager Hooksiel 2018/2019

Für diesen Winter habe ich mich dazu entschlossen, das Boot im Wasser am Steg zu lassen. Erstens kostet das Slippen und die Lagerung in der Kähler Werft verhältnismäßig viel und zweitens kann ich so auch im Winter eventuell innen weitere Arbeiten erledigen, wie zum Beispiel den Einbau einer Bilgenpumpe und Wartung des Dieselmotors.

Um das Antifouling und das gebrochene Kühlwasserventil zu tauschen nehme ich das Boot dann im Frühjahr für ca. 1 Woche aus dem Wasser, das erscheint mir effektiver zu sein als die Lagerung für 6 Monate an Land. Dann wird auch der Service am Außenborder gleich mit erledigt, was sich im Wasser doch als schwierig erweist – Stichwort Getriebeölwechsel !

Zur Sicherheit werde ich allerdings doppelte Achter- und Vorleinen legen, so daß das Boot bei Sturm sicherer liegt.

Saison 2018 in Hooksiel – Refit Teil II und Segeltage

Die Liegezeit im Winterlager ist vorbei, „ZITA“ wurde neu mit Antifouling behandelt und auf Hochglanz poliert ging es am Freitag, 27. April zurück ins Wasser an den alten Liegeplatz in der Marina Hooksiel.

Nächste Woche geht’s es mit dem Refit Teil II ( Bootselektrik erneuern ) weiter. Sobald sich das Wetter von seiner schönen Seite zeigt, wird auch wieder gesegelt und das neue Navigations Tablet mit OpenCPN ausführlich getestet. Eine neue Rollfock wird ebenfalls ausprobiert, da die alte Rollgenua doch ziemlich ausgedient hat. Die neue Rollfock ist etwas kleiner und im Unterliek höher geschnitten als die alte Genua, um bessere Sicht auf das Geschehen in Fahrtrichtung zu haben, außerdem sollte die leichte Leegierigkeit dadurch geschwächt werden und den Ruderdruck damit ebenfalls verringern, so daß die Windsteueranlage „South Atlantic“ weniger schuften muß, um das Boot selbsttätig auf Kurs zu halten.

Funkprüfung SRC / UBI

Am 17. Februar war es endlich soweit und ich durfte vor dem Prüfungsausschuss „Rhein-Ruhr“ in Duisburg-Wedau um 09:00 Uhr meine theoretische und praktische Prüfung für beide Funkscheine SRC ( Short Range Certificate ) und UBI ( UKW-Binnenfunk ) ablegen.

Wir waren acht Herren als Prüflinge und der Prüfungsausschuss bestand aus drei sehr netten Damen, was für ein Zufall. Die Atmosphäre war angenehm ruhig und total locker, so daß wir alle acht bestanden haben und glücklich und zufrieden schon gegen 11:30 Uhr unsere Zertifikate in Empfang nehmen durften.

Den praktischen Teil der Prüfung habe ich am Funkgerät ICOM M423 ( Kombianlage DSC-Controller und ATIS ) abgelegt, obwohl ich das Gerät bis dahin gar nicht gekannt habe, hat alles super funktioniert und meine Prüferin hat mir während der 20-minütigen Prüfung wohlwollend kleine Hilfestellungen gegeben, wenns mal etwas gehakt hat. Die Prüfung war dann nach 20 Minuten auch schon abgehakt, nachdem ich alle vier Pflichtaufgaben und zusätzlich drei sonstige Fertigkeiten zu Ihrer vollsten Zufriedenheit zügig demonstrieren konnte.

Als Pflichtaufgaben für das SRC hatte ich folgende Situationen :

  • Einen Distress Call absetzen nach „Mensch über Bord“ Situation
  • Eine Distress Meldung dazu per Funk absetzen ( MAYDAY (3x) usw. )
  • Die Distress Meldung per Funk aufheben ( SILENCE FINI Meldung )
  • Einen Dringlichkeitsruf absetzen ( „PAN PAN“ – Medico Funkspruch )

Die drei sonstigen Fertigkeiten, die demonstriert werden sollten, waren

  • DSC-Controller editieren ( Positionseingabe LAT/LON und Uhrzeit einstellen )
  • Meinen Nachnamen im NATO – Alphabet buchstabieren ( Juliett Uniform November Golf )
  • Speicherabfrage des DSC-Controller

Für die Zusatzprüfung zum UBI bekam ich noch zwei weitere Aufgaben

  • Funkgerät von DSC auf ATIS-Betrieb umschalten ( Geht beim ICOM 423 über das Radio Settings Menu und Channel Group )
  • Einen Sicherheitsruf auf Kanal 24 an die zuständige Revierzentrale absetzen ( SECURITE (3x) ), dazu musste ich vorher anhand meiner vorgegebenen Position auf dem Rhein aus dem Regionalen Teil des Handbuchs Binnenschifffahrt den richtigen Kanal und die zuständige Revierzentrale herausfinden

Alles in Allem war es total locker und die ganze Aufregung vorher war eigentlich nicht gerechtfertigt.

Fazit : Wer sich gründlich auf diese Prüfungen vorbereitet, hat wirklich nichts zu befürchten.

Winterlager Hooksiel 2017/2018

Am 18. Oktober 2017 war meine erste Saison in Hooksiel zu Ende
und ich hatte einen Krantermin um 13:30 bei der Werft.

„Zita“ wartet auf den Travel-Lift :

 

 

 

 

 

 

 

 

Und kurze Zeit später hing sie buchstäblich „in den Seilen“ :

Jetzt noch das Unterwasserschiff abspritzen :

Und ab auf die endgültige Parkposition für den Winter 2017/2018 :

Den Dieselmotor hatte ich ja schon im Wasser vorbereitet, also Getriebeöl und Motoröl gewechselt. Jetzt musste der Motor noch mit Frostschutz gespült werden, dazu habe ich Glysantin G40 in der Mischung 1:1 mit Wasser verwendet, welches einen Frostschutz bis Minus 27 Grad Celsius gewährleistet.

Dazu habe ich den Ansaugschlauch vom Bodenventil abgezogen und mit einer Schlauchverlängerung in die Pütz mit der Frostschutzlösung gehängt, dann den Motor gestartet und nach ca. 2 Minuten war der meiste Frostschutz durch den Motor durch bis in den Auspuff gespült – Motor aus und fertig !
Den Rest habe ich einfach in die Seetoilette gekippt.

Damit das Zeugs im nächsten Jahr nicht im Wasser landet, werde ich den Motor zum Saisonbeginn noch an Land mit Süßwasser durchspülen und den Frostschutz mit einer Pütz unter dem Auspuff auffangen und an Land entsorgen. So gelangt nichts ins Meer. Mit der Seetoilette verfahre ich analog.

Zu guter Letzt noch den Außenborder abmontiert, beide Batterien ausgebaut, Polster und Werkzeuge, Klamotten und Bettwäsche vom Boot geholt, und alle wichtigen Wertsachen mitgenommen war dann schnell erledigt.

Bis zum nächsten Jahr ! Ich freue mich schon…… 🙂

Checktörn auf dem Hooksmeer

Am 05.  September war es endlich soweit. Ein erster Checktörn auf dem Hooksmeer um die Segel und die Segeleigenschaften zu checken war trotz anfänglicher Schwierigkeiten ein voller Erfolg !

Raus ging es rückwärts mit dem Diesel aus der Box mit einigem Seitenwind, so daß „ZITA“ nach wenigen Augenblicken „quer“ in der Box lag. Zum Glück waren Sorgeleinen von den Dalben zum Steg gespannt und ich konnte das Boot wieder in die richtige Lage bringen. Beim Rückwärtsfahren allerdings war „ZITA“ partout nicht dazu zu bewegen nach Steuerbord auszuscheren und so musste ich über Backbord raus und die ganze Boxengasse rückwärts fahren. Am Ende der Gasse ließ sie sich dann – oh Wunder ! – doch dazu überreden nach Steuerbord zu drehen.

Auf dem Hooksmeer habe ich dann erstmal das Großsegel gesetzt, den Motor ließ ich die ganze Zeit über im Leerlauf mitlaufen. Bei gut 2 Windstärken sprang „ZITA“ auch gleich an und ich segelte bis zur Schleuse in Einem durch, und es war einfach herrlich zu sehen, daß sie jede Windstärkenänderung sofort in Geschwindigkeit umgesetzt hat. So macht Segeln Spaß !

War nicht viel los an diesem Tag, nur ein paar Lehrlinge beim Windsurfen …

Die Maximalspeed nur mit dem Großsegel lag übrigens bei 3,5 Knoten auf Raumwindkurs, nicht schlecht, dafür daß es nur wenig Wind hatte ! Auf Amwindkurs lag die Maximalspeed dagegen nur bei 2,4 Knoten, nur mit dem Großsegel wohlgemerkt.

Die Dirk verfängt sich leider oben am Radarreflektor, da muß ich nochmal „ran“ und den Reflektor am Achterstag ca. 1 Meter tiefer setzen damit die Dirk ungehindert darunter durchschwenken kann. Solche Sachen sieht man eben erst, wenn man segelt, und genau dafür habe ich diesen Checktörn unternommen.

 

 

Erster slip nach dem Refit 2017

Endlich, am 07. Juli wurde Zita ins Wasser gekrant und der Mast gestellt, alles ohne Probleme. Da der Dieselmotor noch eine Inspektion braucht, bin ich mit dem Außenborder von der Werft in die Marina Hooksiel getuckert. Der kleine 5-PS Motor mit Schubpropeller lief gut und brachte mit Viertel-Gas das 2,5 to Boot auf locker 4 Knoten.

Fazit : Alles OK

Die Liegeplätze in Hooksiel sind sehr idyllisch und vor allem sehr gut geschützt.

Im Mast-Top der große Radarreflektor mit garantierter Ortung bis 4 Seemeilen. Die kleinen Röhren Reflektoren bringen dagegen kaum etwas.

Die Beschriftung ist noch provisorisch, muß aber sein, sonst gibt’s Ärger 🙂

Nächstes Thema : Großsegel Persenning

Leider war bei dem Boot kein Persenning fürs Großsegel dabei und diese Teile sind echt teuer. Da ich außerdem noch ein Lazy Jack System montieren wollte, habe ich mich für eine Kombi-Lösung entschieden : Lazy Bags.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen :

Das Großsegel wird vollständig vom Lazy Bag abgedeckt. Wenn man es setzen möchte, zieht man einfach den Reißverschluss oben auf, entfernt vorher den Kamin und kann es vorheißen.

Das Bergen des Großsegels geht dank der Lazy Jacks echt kinderleicht. Baum mittels Großschot in der Mitte fixieren, andirken und Großfall lösen.  Das Segel fällt zwischen den Lazy Jacks in die Bergetaschen des Lazy Bag. Tolle Einrichtung gerade für Einhandsegler.

Die Sprayhood war zum Glück dabei und die habe ich gleich mit aufgebaut.

Der „Kamin“ deckt den vorderen Teil des Großsegels ab.

Der Innenausbau steht als nächstes auf der Agenda und als erstes habe ich mich dem Kocher gewidmet. den alten Origo-3000 Kocher habe ich durch einen Origo A200 Einbaukocher ersetzt, ohne Kardanik, die braucht man sowieso nur äußerst selten, wenn überhaupt. Viel wichtiger als eine Kardanik sind gescheite große Töpfe mit ordentlichen Tophaltern. So schwappt auch nichts über, selbst wenn das Boot mal krängt beim Segeln oder bei Schwell wenn man ankert.

 

Meine größten Töpfe passen wunderbar nebeneinander auf den Origo A200 Kocher. Der rechte Topf ist übrigens ein Schnellkochtopf, und dieser ist auf einem Boot meines Erachtens einfach unverzichtbar, da er erstens die Kochzeit und damit den Brennstoffverbrauch deutlich reduziert und zweitens durch den fest geschlossenen Deckel selbst bei extremer Schräglage nichts überlaufen kann, wenn man denn überhaupt das Bedürfnis hat, in so einer Situation ans Kochen zu denken.

Der Kocher wird mit Spiritus betrieben und das war eine gute Entscheidung, hatte ich doch auf meinem alten Boot einen Gaskocher und ständig das mulmige Gefühl, ob die Leitungen dicht sind. Einmal ist mir beim Kochen der Gasschlauch vom Kocheranschluß abgerutscht und es gab eine nette Stichflamme, die mir die Pantry ganz schön angesengt hat. Das kann nun nicht mehr passieren. Gas kommt mir nie wieder auf ein Boot.

 

Zita mit Code 0 Segel :

Hatte bisher noch keinen Code 0 und habe mal nur im Hafen gesetzt um mich mit der Technik vertraut zu machen.

Fazit : Dieses Segel werde ich öfter verwenden, easy Handling ?